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Abschlussbütt 2013 Wolfgang Neumeier - das Resüme einer tollen Session!

veröffentlicht um 17.02.2013, 09:13 von Udo Key
Traditionell zum Rosenmontag bringt "Uns-Wolfgang" in unserer kleinen aber feinen Rosenmontagsfeier die vergangene Session in Reim-Form auf den Punkt.
Da viele nicht dabei sein könnten, ob nun arbeitstechnisch, gesundheitlich oder wie Magenbitter wegen Gastauftritt in Apolda, möchten wir Euch an dieser Stelle diese schöne Bütt zum nachlesen einstellen:

Abschlussbütt 2013

Wie jedes Jahr aus Tradition ich glaub das kennt nun jeder schon,

halt ich hier ne kleine Bütt davon, was so passierte in der nun vergangenen Session.

Am 11. 11. fing es nicht ganz wie immer an, um acht schon standen wir unsrem Mann.

Wir bauten auf die Narrentränke, Rost und Zelt und hofften dass das Wetter sich hält.

Petrus als Vippacher Ehren-Narr war uns wieder hold, doch ich hätte noch mehr Zuschauer gewollt.

Bei der Tour mit Laura taten uns die Füße brennen, Axel war so schnell - wir mussten fast rennen.

Der Rathaussturm ging flott von statten, bis wir den Bürgermeister draußen hatten.

Ob ihn dabei die Neugier trieb, ist nicht bekannt, wohl weil Besuch kam aus fernem Land.

Olaf Obama und Sandra Merkel als Präsident und Kanzlerin hielten beide ne Rede mit viel tiefem Sinn.

Wer hatte Senf im Pfannkuchen, ich hab‘s vergessen, Sheriff Daniel hat ihn diesmal nicht gegessen.

Die Dorfkapelle - das sollte man beibehalten, konnte einen guten musikalischen Rahmen gestalten.

Hermann hatte wohl zu sehr dem Alkohol zugesprochen, drum ging er auf‘s Klo und hat vielleicht gebrochen.

Erschöpft ist er dann wohl eingeschlafen, Yvonne tat ihn, ohne Absicht, mit Klo-Arrest bestrafen.

Aber zu Hermanns Glück kam sie später noch einmal zurück,

da hörte sie sein flehendes Klopfen und Rufen und befreite ihn auf flinken Hufen.

Donnerstag - Generalprobe war nun angesagt, da habe ich leider keine Sprechprobe gewagt.

Die Quittung dafür habe ich am Samstag bekommen, man hat wohl meine Bütt kaum wahrgenommen.

Zudem, was ihr mir hoffentlich verzeihen tut, ging es mir an diesen Tagen nicht sehr gut.

Kurz war die Liste der Aktiven-Auftritte, drum traten Helmut, Hermann und ich in die Mitte.

Um ein paar Sprüche von uns zu geben, sowohl erfundene als auch aus dem wahren Leben.

Aufgelockert dazwischen durch die Tänze war es doch nicht schlecht in der Gänze.

Helmut als Ehrenpräsident und General Uwe mussten wir in den Elferrat rekrutieren,

sonst könnte man sich nicht mit diesem Namen zieren. 

Zum Glück sind Udo und ich noch mit dabei, wir bringen zur Not das Gewicht und Volumen für drei.

Die Ratskellerlerchen sind ungelogen im übertragenem Sinne noch gerade rechtzeitig eingeflogen.

Die Neuauflage - Abschlussnummer von Magenbitter sie schlug wieder ein wie ein Gewitter.

Drum war ihnen alleine eine Zugabe vergönnt, macht das ihnen nach, wenn ihr könnt.

Vorteil der Kürze des Programms: im Anschluss gab es noch Marathontanz.

Denn die Musiker kannten wohl keine Pause, doch gingen alle hoffentlich zufrieden nach Hause.

Weiter ging es in der Zwischenzeit mit viel Fleiß in der Gruppenarbeit.

Mit Dichten, Proben und Werkeln in Manni's Halle leisteten ihren persönlichen Beitrag wohl fast alle.

Auch nicht zu vergessen an dieser Stelle auch der 3. Vippacher Weihnachtsmarkt

am Samstag, vor dem Sonntag, dem 1. Advent führten wir durch unser Weihnachtevent.

Es war wohl wieder ein voller Erfolg, selbst die Vereinsgegner waren unter dem Volk

und zollten Respekt dem Weihnachtsmanne und der dieses Jahr prächtigen und leuchtenden Tanne.

Wenn das nur auch im Rate so wäre, käme Vippach viel weiter und auch zu Ehre.

Der Jubiläums-Umzugs-Requisitenbau war dieses Jahr ne besondere Schau.

Unser Herr Bürgermeister hat eine Idee, M&M - Manni & Micha setzten sie sofort um oh jeh.

Eine Galeere zu bauen, wollt er uns beweisen und wenn es nach ihm geht - dann ganz aus Eisen.

Doch konnte er uns berichten ganz stolz, nein nur die Spanten, die Planken werden aus Holz.

Fünfer Sperrholz kommt dran als Planken, da kann ein Panzer rein fahren von den Flanken.

Der Große Manni (tu) sprach nein, meine Güte einer aus Pappe kommt mir nicht in die Tüte

Drei Tonnen schwer und sieben Meter misst der stolze Kahn, anheben kann man den nur mit ‘nem Kran.

Ein normaler PKW, der sollte ihn ziehen können, von der Idee mussten wir uns leider trennen.

Bei der Farbgebung erfolgte der nächste Streich, dazu muss er runter vom Hänger sogleich.

Doch da hatte Manni sich was falsch vorgestellt, nicht dass der Kahn sich so krampfhaft festhält.

Der nächste Streich, der tut gleich folgen, da fallt ihr sicher aus allen Wolken.

Insgesamt 11111 Minuten liefen 11 Mann in der Klose-Schmiede Spießruten.

Als die Manni-Queen endlich getauft vom Stapel lief, erhielt Manni dafür den Schiffsbau-Meisterbrief.

Etwas früher als im vorigen Jahr folgte der Fasching im Januar.

Wir konnten uns teilen und in Stücke zerreißen, um ringsum überall die Vereine zu bereisen.

Da hätte ich gewünscht in jedem Falle, dass sich beteiligen hierbei mal alle.

In Alach waren wir wohl sehr zahlreich vertreten, auch hatte man um einen Auftritt gebeten.

Dank an Tierisch gut, die haben das übernommen und es ist wohl auch gut angekommen.

Zum Sohnstedter Karneval hingegen konnten wir nur 5 Mann hinbewegen

Wir wollen volle Säle auch mit Vereinen und Gästen, dann müssen auch wir hin, mit mehr als 5 Mann am besten.

Nun am Donnerstag die Generalprobe so wie immer, von einer Überraschung aber war kein Schimmer.

Am Samstag-Abend dann ist es geschehen, wir konnten die Garden-Jubiläums-Tänze sehen.

Sie haben sich, ich sage es offen, in diesem 55. Jahr selbst übertroffen.

Ich sah feuchte Augen und Gänsehaut überall wohin man schaut.

Mit Kreischen, Pfiffen und stehenden Ovationen tat man unsere Gardemädchen und Frauen belohnen.

Noch heut beschlägt es mir die Stimme, wenn ich mich an dieses Bild besinne.

Auch der Showtanz der zwei großen Garden übertraf all unser Erwarten.

Mit unseren Garden brauchen wir Vippacher Jecken uns nie und nirgendwo verstecken.

Nur ein reicher Büttensegen begleitete uns nicht auf diesen Wegen.

Nur Wolfgang Fischer leider ohne Dorfboten-Gebimmel erschien für uns am Bütten-Himmel.

Karsten und Thomas brachten keinen neuen Esels-Gag und ließen ihn, obwohl schon geschrieben, einfach weg.

Gut war der der Sketch der Dorfkapelle ebenfalls, bei wenigen Senioren kam er wohl in den falschen Hals.

Den Ratskellerlerchen ist war neuer Hit gelungen, sie haben der Laura ne Hymne gesungen

und sind vorher von Tisch zu Tisch geeilt und haben überall die Texte verteilt.

Denn so sollte es endlich gelingen, dass der Saal kann zumindest den Refrain mitsingen.

Auch die Traumtänzer, Elfen und die Bienen taten reichlich sich Applaus verdienen.

Die Bienen flogen durch den Sperrbezirk, aber mit Rosi, nicht mit Käpt'n Kirk.

Und die Elfen, unsere lieben hatten dem Charleston sich verschrieben.

Die Traumtänzer mit Holzschuhen und Rattadam entführten uns nach Amsterdam.

Zum Jubiläum da sah man sie nochmal wieder, das alte Männerballett hat noch keine steifen Glieder,

aber ach du meine Güte immer noch immer zu große Hüte

Beim Männerballett der jüngeren Generation fand nicht jeder den richtigen Schritt zum richtigen Ton.

Manche Gruppen sind gar nicht mehr angetreten, denen ging wohl Lust, Ideen oder der Power flöten.

Doch trotzdem oder gerade deswegen konnten wir ein tolles Programm erleben.

Tanz mit Band gab es noch bis zum Schluss und wohl auch diesen und jenen Karnevalskuss.

Doch morgens in der Frühe ist was passiert, was den Vippacher Karneval nicht ziert.

Es kamen Polizei und Rettungswagen, da hatten sich Zweie wohl nicht richtig vertragen.

Der Sonntag aber dann fing für uns schon sehr zeitig an.

Den Saal zu säubern und herzurichten, darauf kann man nicht verzichten.

Denn ab um zehn musst es an die Vorbereitung gehen.

Für den Jubiläumsumzug alles vorbereiten, das hat man in Vippach nicht zu allen Zeiten.

25 Vereine, Sponsoren, Gruppen und Wagen taten unserem Umzug zusagen.

Das Wetter war gut, nur die Straße war glatt, so dass man die Laura ein Stück geschoben hat.

Das war wie bei der richtigen Eisenbahn, drei Schneeflocken - schon kann sie nicht fahr‘n

Auf manches Grundstück gab es Konfettiregen, das fand leider nicht allseitigen Segen.

Diese und jenen hat es sehr bewegt und man hat uns sofort mit Strafe belegt.

Der Dämmerschoppen war gut besucht, viele Gastvereine hatten gebucht.

Auch kleine Pannen gehören dazu, fand Udo mal nicht gleich die Musik im nu.

Manuel Noth hat eine Hürde nun genommen und als der Jüngste den Vereinsorden verliehen bekommen.

Ein bunt gemischtes Programm von uns und den Gästen so fand den Nachmittag ich am besten.

Hin und wieder wurde mal ein Tusch verpasst, ich reich ihn jetzt nach, wenn ihr mich lasst. – tätä.

Fast alle hatten ein Programmteil mitgebracht, als die letzten gingen war es schon Nacht.

Aber auch beim Dämmerschoppen konnte keiner unsere Garden toppen.

Zum Aufräumen am Montag noch ein Wort, es waren diesmal wieder recht viele dort.

Und so fand dank vieler helfender Hände dieser Abend ein schnelles Ende.

Der Vorstand diesmal fast komplett vertreten, so hätte ich mir es immer erbeten.

Der Kinderfasching wurde wieder gut angenommen, viele Kinder und Eltern waren gekommen.

Die neue Prinzessin trug ein tolles Kleid, wohl das schönste seit aller Zeit.

Nur wenige von den Eltern, das fand ich nicht schön, konnte ich auch am Abend wieder seh‘n.

Ein experimentales Novum gab es dieses Mal – einen Lumpen oder auch Maskenball.

Nur schwach besucht, aber trotzdem schön, man konnte ohne Geschupse auf die Tanzfläche geh'n.

Die schönsten Kostüme wurden prämiert, hat sich auch keiner geziert, oder gar blamiert

Auf dem 1. Platz 2 frische Franzosen, sie schlank elegant, bei ihm prall gefüllte Hosen.

Auf Platz 2 Charlie Chaplin - als Olaf bekannt, zum 3.wurde Fliegenpilz Jessy ernannt.

Aber ob Platz eins oder Platz zehn, eigentlich alle waren sehr schön.

Der Elferrat kam im 0815-Sträflings-Gewand, nur der Daniel erschien später als Pharao ganz elegant.

Einer, 2 Tage zuvor aus dem Polizeidienst entlassen, wurde diesen Abend zum 0815-Knast-Insassen.

Sonntag nach dem Rentnerfasching kam mir zu Ohren, vom Programm begeistert waren die Senioren.

Den zuvor einzelnen vorgetragenen Klagen wurde durch die Dorfkapelle Rechnung getragen.

Udo hat ein Vorwort dazu gehalten, schon verstanden den tieferen Sinn alle Alten.

Und als Highlight ganz zum Schluss mussten wir ihn anschieben - den Rentner-Bus.

Dann begann die Aftershowparty mit fressen und saufen, fluchs ist man zum Buffett gelaufen.

Die Hausmannskost hat geschmeckt in jedem Falle, denn es war schnell und fast ratzeputz alle.

Dann hielt Wolfgang noch ne Butt als Berichte über des Karnevals-Dorfboten-Geschichte.

Anschließend wurde wohl zu schnell getrunken, so waren um 10 schon die meisten verschwunden.

Ich glaube, es war kurz vor Mitternacht an diesem Tage, da gab es noch ne Tanzeinlage.

Vier Babys traten auf die Bühne ganz spontan, es gab nicht mehr viele, die das sah’n.

Goethe und Schiller wurden rezitiert, das hat fast zu einem Kunststreit geführt.

Es ging - es stimmt, das weiß ich dann noch bis drei Uhr dreiunddreißig.

Montag um zehn standen die harten Drei parat, zu beseitigen die Spuren der nächtlichen Tat.

Und ich will sie noch mal loben hier, sie haben geschuftet bis halb vier.

Dann war alles weg und blitzeblank, allen Fleißigen einen herzlichen Dank.

Donnerstag, ein weiterer Abend der Session war der Weiberfasching, wie nun drei Jahre schon.

Närrische Weiber konnte man seh’n, aber auch Kerle, die als solche durchgehen.

Der Elfenrat war wieder eine Zier und das Programm, alles neu und alles von hier.

Leider kamen nicht mehr als 30 zahlende Gäste, aber Udo und wir Männer gaben das Beste.

Wir Männer haben ein Programm geboten mit berühmten Sängern, Tänzern und Büttenzoten.

Um nicht auf internationales Flair zu verzichten, konnten wir unter anderen Pavarotti und Max Raabe und Roger Whittaker verpflichten.

Es hat den anwesenden närrischen Weibern allen bis auf zwei wohl insgesamt gefallen.

Aufgrund der Abwesenheit einiger Damen diesmal keine Ausfälle vorkamen.

Am Samstag hatten wir keine Ruhepause, dann hielt es uns schon nicht mehr zu Hause.

Nach Apolda zum Umzug zum zweiten Mal kamen wir gut an mit unsrem Motto und unsrem Kahn.

Unser Bemühen beim Themenwagenbau stahl all den anderen 88 wieder die Schau.

Etwas Schneefall und winterliche Kälte sorgten für Beschwipstheit in Bälde.

Christines Verschwendung bei der Kamelle führte zum Notstand auf der Stelle.

Schon auf halber Strecke war nichts mehr vorhanden, so dass wir nur noch Konfetti zum Werfen verwandten.

Insgesamt aber ein schöner Umzug in Gramont, ob mit oder ohne Bonbon.

Am Abend fuhren noch fünfe heiter nach Kleinmölsen zum Sömmerdaer SCC weiter.

Am Sonntag, taten unsere Narren nach Kuhköln zum Faschingsumzug karren.

Die meisten Wagen dort waren nur laut, aber nach unserem hat man geschaut

und allerorts und wie verrückt sofort die Kamera gezückt.

Man hat uns zwar am Zug fast an‘s Ende gesetzt, aber es lag an dem Wahlspruch: das Beste zuletzt.

Heute, am Rosenmontag frisch an‘s Werk ging es halb zwei zum Umzug nach Vogelsberg.

Dort war es schön und laut wie jahraus - jahrein zum anschließenden Programm rückten wir noch ein.

Von dort nun sind wir ungelogen direkt nach hier zur Party gezogen.

Dank an Petrus, er hat uns sogar 5 x mit gutem Wetter bedient, dafür hat auch er sich, symbolisch, unseren Orden verdient.

Jetzt am Abend - nun zum zweiten Mal schließt unser Vippacher Fasching nicht auf dem Saal.

Wir haben uns hier am „Oberen Tor" eingefunden, um zu verleben davon die letzten Stunden.

Es hätte gegeben noch mehr zu berichten, aber darauf tue ich aus Zeitgründen heute verzichten.

Mit tollen Höhepunkten in dieser Session können und müssen wir sagen, das war‘s nun schon.

Macht‘s gut nun, geliebte Faschingsmeute, ich verabschiede mich für heute.

Auch bei mir die Power nun raus, bis zur nächsten Session brauch ich nun ne Paus‘.

Ich trete beiseite an diesem Ort und übergebe nun der Yvonne das Wort.


Ruf Vippach Helau! nun in diesen Saal und freue mich schon auf das nächste Mal!


Text: Wolfgang Neumeier, Schloßvippach anno 2013


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